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Noch heute legt die Ruine der Siechenkirche Zeugnis ab über den alten Ort Trende. Die ehemaligen Bewohner haben sich irgendwann in den Schutz der neuen Burg begeben und der Ort Trende verfiel wie so einige andere Ortsteile in der Umgebung auch. Nur die Siechenkirche blieb übrig . Der hessische Landgraf Philipp errichtete um 1558 dort ein Hospital. Die Kirche wurde dann etwa 200 Jahre lang als Hospital genutzt . Allerdings nur von den Ärmsten der Armen. Es wurde ein Siechenhaus. Irgendwann hat sich dann wohl der Name Siechenkirche eingebürgert und wurde zu einem festen Begriff.
Und was geschah danach? Da ich von den 200 Jahren ausgehe die die Kirche als Hospital genutz wurde lande ich so um 1754 in den 7 jährigen Krieg, und da nur noch die Ruine übrig geblieben ist gehe ich davon aus das das Hospital wohl unter den Kriegseinflüssen stark gelitten hat. (Meine Vermutung kam ja fast hin. Das die Kirche als Steinbruch Verwendung fand, hatte ich ganz einfach außer acht gelassen ) Man war zu diesem Zeitpunkt nicht so zimperlich wie wir es heute sind.
Kommt man in Natura zur Siechenkirche steht man vor einer sehr stark baufälligen Ruine und weiß nicht viel mit dem Ding anzufangen, auch wenn man angefangen hat zu retten was noch möglich ist. Notdürftige Sicherungsmaßnahmen sind in den letzten Jahren durchgeführt worden und ein Dach wurde aufgesetzt. Leider ist nirgends ein Hinweis auf die Geschichte der Ruine zu entdecken. Um überhaupt in die Näher der Ruine zu gelangen läuft man wie ein Karnickel über die Straße. Es ist zwar ein Parkplatz in der Nähe vorhanden aber der Zugang zur Ruine eine Zumutung.
Der nachfolgende Artikel stammt aus dem Internet
Und hier die Adresse:
www.denkmalpflege-hessen.de/LFDH4_Berichte/Berichte_51/berichte_51.html/
Von der ehemaligen Siechenkirche bei
Trendelburg ist uns nur noch ein spätromanischer Westturm auf
rechteckigem Grundriß erhalten. Die Kirche war Zentrum für ein
Siechenhaus, das 1558 durch Landgraf Philipp den Großmütigen
eingerichtet wurde und bis ins 18. Jahrhundert seine sozialen
Funktionen erfüllt hat. Danach wurde der Gebäudekomplex als
Steinbruch genutzt. Der noch vorhandene Steinturm zeichnet sich
durch eine zwischen den beiden Mauerschalen befindliche Treppe aus,
die in die Turmobergeschosse führt. Als Zeugnis einer
mittelalterlichen Wüstung und der Siechenkirche wurde der Turm immer
schon als Kulturdenkmal betrachtet. Durch unterlassene
Bauunterhaltung der Ruine lösten sich die Mauerkronen auf, und große
Steinpartien drohten einzufallen. Mit Hilfe einer studentischen
Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Klose, der nicht nur als Amtsleiter beim
Landkreis Kassel, sondern auch als Universitätsprofessor für die
Denkmalpflege tätig ist, konnten der Verfall gestoppt und mit
sanften Ausfugungsarbeiten die Ruinenreste gesichert werden. Ein
einfacher Dachaufsatz soll den Turm vor weiterem Verfall sichern.
Öffentliche Mittel von Seiten des Landkreises, der
Denkmalfachbehörde und der Gemeinde sollen dieses Denkmal
Siechenkirche retten. Als bescheidene Nutzung ist nur ein
Aussichtspunkt auf der Mauerkranzhöhe vorgesehen.
Trendelburg